Am Freitag den 19.1.2018 fand die 157.Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl statt. Kommandant Frank Kloos begrüßte die Gäste, OB Dr. Hammer mit Stadträten, den stellv. Leiter der PI Dinkelsbühl Herrn Polizeioberkommisar Rotter, KBI Hofmann, Vertreter des THW und des Roten Kreuzes sowie Abordnungen der Patenwehren. Anschließend berichtete Kamerad Kloos über das vergangene Jahr. 2017 veränderte sich die Stärke der Wehr nur unwensentlich, die Zahl der Aktiven reduzierte sich durch erreichen der Altersgrenze bzw. durch Wegzug um 4 Kameraden. Die Zahl der gesamten Mitglieder liegt derzeit bei 205. Um die Mitgliederzahlen der Dinkelsbühler Wehr weiter auf hohem Niveau zu halten warb Frank Kloos für die Förderung der Jugendarbeit und informierte über die Pläne zur Gründung einer Kinderfeuerwehr Dinkelsbühl, für die im weiteren Verlauf der Versammlung eine Änderung in der Vereinssatzung beschlossen werden musste. Desweiteren wird in der Feuerwehr, durch immer neue Herausforderungen, die Notwendigkeit einer guten Ausbildung immer wichtiger. 2017 wurden daher eine Reihe von Weiterbildungen durchgeführt. Kameraden besuchten hierzu die Feuerwehrschulen in Regensburg und Würzburg und bildeten sich weiter im Bereich der Technischen Hilfeleistung und bei Schulungen zum Thema Gefahrgut. Bei den Gemeinschaftsübungen und Gruppenübungen wurden darüber hinaus die nötigen Kenntnisse vertieft.

Eva Ladenburger berichtet von Ihrer Arbeit aus der Jugendfeuerwehr. Seit der Übernahme des Amtes als Jugendwartin habe man den Mitgliederstand anheben können. Mit den Jugendfeuerwehrlern wurde 2017 auch wieder eine 24 Stundenübung durchgeführt. Eva freue sich über das sehr große Interesse der Jugendlichen und über die zahlreichen Teilnehmer bei Übungen. Es is daher auch wieder miit einigen Übertritten gut vorgebildeter Feuerwehrler in den aktiven Dienst zu rechnen.

Kassier Georg Rosenberger berichtete über die finanzielle Situation der Feuerwehr. Mit 38.000.-€ Ausgaben wie Einnahmen wurde ein ausgelichenes Jahr abgeschlossen. Herr Rosenberger bedankte sich ausdrücklich bei allen Förderern und Spendern für die Unterstützung der Wehr. Das alte Löschfahrzeug LF15 wurde u. a. mit einer Crowdfunding Aktion begleitet, die Kosten der Wiederherstellung konnten damit aber nur zu einem Bruchteil gedeckt werden. Weitere Spenden von Banken, Firmen und Privatleuten waren nötig. Ohne diese Spenden und Sachunterstützungen wäre das Projekt zur Restaurierung des LF 15 nicht so schnell vorangekommen, an dieser Stelle nochmals unseren Dank dafür. Der Abschluß der Restaurierung ist nun für Mitte 2018 geplant. Die Bevölkerung kann sich im Rahmen der Veranstaltung zum Feuerwehr Seilziehen im September von dem Ergebnis überzeugen. Im Rahmen der Ausführungen unseres Kassiers wurde auch über die Satzungsänderung der Vereinssatzung abgestimmt. Besonders die Einführung einer Kinderfeuerwehr lag Kamerad Rosenberger als Mitinitiator am Herzen. Unter anderem um die Aufnahme von Kindern ab 6 Jahren und die versicherungstechnischen Belange zu klären, war die Änderung der Satzung nötig. Diese wurde dann auch Einstimmig durch die Stimmberechtigten beschlossen. Damit wurde der Weg zur Aufnahme von bis zu 25 Kindern im Alter von 8 - 11 Jahren aus dem Stadtgebiet möglich. Die offizielle Gründung und die Aufnahme des "Übungsbetriebes" soll im Laufe des Jahres erfolgen. Die Kinder sollen bei Spiel und Spass an die Feuerwehr herangeführt und so die Werte der Feuerwehrgemeinschaft vermittelt bekommen.               

2. Kommandant Willfried Meier berichtete über die Einsätze im Jahr 2017. Insgesamt wurden 144 Einsätze mit ca. 3000 Einsatzstunden gefahren, zum Glück einige weniger als im Vorjahr. Zwei Einsätze wurden dabei besonders in Erinnerung gebracht, ein Verkehrsunfall bei dem ein Motorradfahrer mit einem Bus kollidierte und leider noch am Unfallort verstarb. Ein weiterer schwerer Einsatz musste nach Austritt einer Lauge in Sinbronn abgeleistet werden. Bei diesem Vorfall wurde ein Mitarbeiter einer Galvanik verletzt. Die Einsatzkräfte mussten in der Folge das Gefahrgut binden und die Verunreinigungen beseitigen. 

Von Willi Hofmann wurde auf die gut funktionierende Zusammenarbeit mit anderen Organisationen abgehoben. Erst bei dem Busunfall am Vormittag zeigte es sich, wie wichtig das verzahnte Arbeiten mit Rettungsdienst,  Polizei und Feuerwehr ist. Bei dem Unfall auf der BAB 7 war ein Bus von der Fahrbahn abgekommen, mit Verkehrschildern kollidiert und im Graben liegend vorgefunden. Zwei schwer und sieben leicht verletzte  Personen waren zu beklagen Insgesamt 30 Businsassen mussten versorgt und betreut werden.

OB Dr. Hammer wies in seinem Grußwort auf die in dieses Jahr zur Auslieferung kommende neue Drehleiter hin. Mit einem Kostenrahmen von 866.000.-€, bei dem die Stadt 500.000.-€ schultert, gibt es sicher einige die solch eine Investiton als "neues Spielzeug" für die Feuerwehr abtun. Real betrachtet wird aber den Bürgern, ausser den verbesserten Hilfeleistungsmöglichkeiten, auch Geld gespart. Viele ältere Gebäude verfügen nur durch die Drehleiter über einen notwendigen 2. Rettungsweg. Teure Um- bzw Einbauten werden so vermieden. Die Stadt schätzt die Arbeit der freiwilligen Helfer sehr und wird auch künftig die Einsatzfähigkeit der Wehr sicherstellen. Eine Entwicklung die Dr. Hammer verurteilte betrifft die zunehmenden Angriffe auf die Helfenden. Es kann nicht sein, so Hammer, dass jemand der Anderen in seiner Freizeit hilft und sich eventuell dafür in Lebengefahr begibt, in seiner Ausübung behindert oder gar angegriffen wird. Hier sollte der Gesetzgeber deutlich härtere Maßnahmen der Prävention finden.

Ein weiteres Grußwort richtete der Vertreter der Polizeiinspektion Dinkelsbühl an die Versammlung. Herr Rotter berichtete aus der Einsatzstatistik des letzten Jahres. Demnach wurden von der PI Dinkelsbühl 1100 Verkehrunfälle aufgenommen bei denen 2 Tote, 56 schwer und 120 leicht Verletzte gezählt wurden. Auch 360 Brände mit 2 Brandstiftungen verzeichnet die Statistik. Polizeihauptkommissar Rotter wies ebenso wie die Vorredner auf die notwendige und gute Zusammenarbeit hin, alle Polizisten fühlten sich in Einsätzen wohler wenn die Spezialisten aus Feuerwehr, THW und Rettunsdiensten mit am Einsatzort sind. Auch die Aufklärungsquoten z. B. bei Branstiftungen oder Fahrerfluchten liegen in Dinkelsbühl deutlich über dem Durchschnitt.

Im weiteren Verlauf standen diverse Ehrungen und Beförderungen an. Kamerad Meier wurde für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt,

30 Jahre

Kameraden Friedrich, Gerbeth, Hoch mit Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre.

Kameradin Schirrle für 20 Jahre

und die Kameradinnen und Kameraden Hirsch, Hermann, Kamm, Merz, Tränkler, Wiesinger, Rosenberger und Hoch für 10 Jahre.

 

Kameradin Hermann wurde zur Feuerwehrfrau befödert

 Kameradin Ladenburger zur Oberfeuerwehrfrau.

Kamerad Hoch zum Oberlöschmeister,

sowie die Kommandanten Kloos und Meier jeweils zu Brandmeistern ernannt.

Zum Abschluß der Veranstaltung bedankte sich Frank Kloos bei den Damen die sich während der Veranstaltung unentgeldlich um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert haben. Die Versammlung fand gegen 22 Uhr Ihr offizielles Ende.